23 | 02 | 2012
WICHTIGER HINWEIS

ACHTUNG: WICHTIGER HINWEIS!!!

CMT-HOME zieht um

Februar 2012 ist "Ende HIER" auf der cmt-home.com Weinend

ABER

Es geht dennoch weiter!
Solange sich die neue Seite noch im Aufbau befindet, sind die Inhalte der "cmt-home.com" auf einer alternativen Adresse unter http://cmt.c-men.de erreichbar.
Einige Inhaltsseiten im Menü werden bereits direkt auf die neue Adresse weitergeleitet, so muss man nichts extra eintippen, sondern landet quasi direkt auf der  Alternativadresse.
Diese Adresse bleibt dann solange verfügbar, bis die neue Seite der Männer "www.c-men.de" komplett und ansehnlich fertiggestellt ist.

ÜBRIGENS:

CMT Christliches Männer-Training (Bereich Süd) heisst nun CMB (Christliche Männer-Bewegung).
Warum, die Seiten dann nicht cmb.xyz oder was auch immer heisst hat einfach damit zu tun, daß im Web schlicht und ergreifend keine passende Adresse mehr verfügbar ist bzw. war...

 

Liebe Grüße,

der Administrator

Schlagzeilen
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Sonntag, den 22. Mai 2011 um 09:23 Uhr

 

Liebe Männer auf dem Weg

ein geistliches Wort an alle, die mittendrin im CMT sind oder mal waren, an die 70 Männer in Männergruppen, an die FathersCampler oder laufende CMTs und an alle die, die irgendwie innerlich interessiert unseren Weg mitverfolgen.

Wie viele Frauen und Kinder klagen, dass das Herz des Familienmannes unerreichbar geworden ist. Viele Männer - auch die christlichen - haben nichts zu geben, ausgenommen ihre Arbeit am Haus oder in dem Geschäft. Gott aber will uns Männern etwas geben, was nur wir geben können: Männlichkeit

Männlichkeit ist nicht etwa etwas was man weglassen kann – es ist wesentlicher Teil unserer Religion. Ohne Sie ist das Christum schwach und lebt zurückgezogen. Christliche Männer haben AGRESSION und HINGABE zu geben, damit sich etwas zu Gunsten des Recihes Gottes ändert.  Dieser Gott ist geschlechtlich, männlich mit weiblichen Seiten sozusagen, wie soll denn ein Gott, der sich als ein Vater ausweist und so einige Söhne auaf dieser Welt hat, nun plötzlich nicht mehr männlich sein dürfen????

- Ohne Männlichkeit scheitern Ehen weil sich die Frau einen starken Mann wünscht und keinen passiven Waschlappen

- Ohne Männlichkeit scheitern Familien, weil es an Väterlichkeit fehlt und die Kinder nichts mehr tun

- Ohne Männlichkeit gehen christliche Gemeinden zugrunde, weil es an Klarheit und Konsequenz fehlt

- Ohne Männlichkeit funktioniert Schule nicht, weil es an Ordnung und Disziplin fehlt

Dies soll mit den neuen Inhalten des Translationsseminars angegangen werden. Im Herbst diesen Jahres soll der erste Translation-Kurs für Translatoren (zB. potentielle Männeregruppenleiter) hier im Süden starten.

1. Wie sieht christlich gelebte Männlichkeit aus?

2. Wie bekomme ich Beziehung zu Männern hin?

3. Wie werde ich einer Frau ein echtes Gegenüber?

4. Wie komme ich mit dem Vater in´s Reine?

5. Wie bin ich meinen Kindern ein guter Vater?

6. Wie kann ich mit meinem inneren Frieden schließen und mich versöhnen?

7. Ist sexuelle Reinheit heute möglich?

8. Wie kann ich als Sohn Gottes in dieser säkularen Welt agieren?

9. Wie entwickle ich einen christlichen Führungsstil?

10. Was ist eine männliche christliche Gemeinde und wie finde ich meinen Platz darin?


In den letzten Jahren haben wir uns in unseren 12 Männerweggemeinschaften recht intensiv um unser Inneres gekümmert – ein Schritt der allen Männern sehr schwer fällt, ist uns damit gelungen! Frauen tun sich ja tendenziell leichter damit als wir - ihre Zeitschriften sind voll mit Psycho-Innerlichkeit, wir Männer hingegen schauen uns lieber in den Illustrierten Autos, Bikes und Camper an .. und das hat natürlich seinen Preis – in Beziehungsfragen sind uns Frauen oft weit voraus – oder sie meinen es zumindest! Wir Männer rutschen insgeheim immer mehr in Isolation und Rückzug, ohne es zugeben zu wollen. Da wollten wir dagegen steuern und haben unsere CMT-Weggemeinschaften eingerichtet … und bislang ist nur eine eingegangen! Männer, die in anderen kirchlichen Gremien zusammen sind, organisieren lieber, machen lieber viel Wind und tolle Theorien, schaffen bis zum umfallen, aber über das was sich über die Jahre in ihrem Herzen zusammengebraut hat, sprechen sie „fast nur unter Folter“.

Manch einer der denkt, er hat sein Äußerstes für Gott getan, muss nun feststellen, er hat das Innerste vernachlässigt und nun sendet es ihm tausend unerwünschte Botschaften: Traurigkeit, Gelüste und Rückzugsgedanken aller Art.

Sich um das Innere zu kümmern schafft ein Mann nie alleine. ER braucht ein Muster wie so etwas bei Männern aussehen kann – und das geht bei Männern nicht im Stuhlkreis wie bei Frauen. Generell sitzen Männern ungern in frauendominierten Runden – da fühlen sie sich instinktiv unwohl. Schade für jeden, der es nicht in eine solche frauenlose Männerrunde geschafft hat. Man nimmt an, dass sich in Amerika in den letzten 5 Jahren still und heimlich hunderttausende von Männergruppen gebildet haben – es weiß nur niemand von ihnen. Wir sind also keine Ausnahme-Erscheinung, sondern mittendrin in Gottes Plan. Neulich war ich bei Pforzheim – wie aus dem Boden sind in 1 Stadt 6 Männergruppen entstanden. Das Evangelium sucht sich wie das Wasser neue Wege, wenn es auf offizieller Kirchen-Seite keinen „Response“ gibt. Jeder Mann braucht Weggefährten und es ist natürlich, dass ein gesunder Mann die sich sucht und die sollen einem auf diesem ihm unbekannten seelischen Terrain begleiten – Wegbegleiterinnen riechen zu sehr nach Mama – und die hat uns doch nun wirklich genug manipuliert, oder? Viele Männer haben bei ihrem Vater ihr männliches Inneres nie kennengelernt und sind dem Männlichen gegenüber recht misstrauisch, sie sind nie wild gewesen … und haben so auch nie erlebt, dass andere Frauen (und die eigene) … sie toll finden! Tolle Männer gibt´s fast nur noch im Fernseher, eben weil sich kaum einer ´drum kümmert als die Filmemacher.

Man sagt, jeder Mann geht so mit seinem Inneren um, wie sein Vater mit ihm ungegangen ist – und das heißt für viele – sie gehen gar nicht mit dem Inneren um!

Insofern möchte ich gerne den Auftrag, den Gott unserer Christlichen-Männer-Bewegung gegeben hat, noch mal neu definieren. Mir ging es so, dass ich lange Zeit den Roten Punkt in der Zielscheibe nicht mehr gesehen hatte – nun spüre ich ihn wieder. Man sagt: Ein Mann muss sich 2 Fragen stellen. 1. Wo will ich hin? 2. Wer will mit? Dreht er die beiden um, kommt niemand nirgendwo hin! Das ist männlich, oder?

1. Was ist Männlichkeits-Translation?

Das Wort habe ich zusammen mit Wolfram erfunden. Warum? Fast alle Männer zweifeln daran, ob sie wirklich ein guter Mann sind. Sie bekommen so viel Kritik von Frauen und feminierten Männern, wie sie nicht sein sollen und wie man „Nicht-IST“ und haben keine Inspiration mehr, was einen tollen christlichen Mann nun ausmacht. Früher war Jüngerschaft, Hingabe und Wachstum zum Dienst ein wichtiges Gemeinde-Thema. Heute kreist sich alles um bergende, bewahrende, tröstende Systeme. Die Kirche heute ist feminisiert wie noch nie in der Geschichte: Lieblich, schön, forderungsslos, weich, angepasst, nett – es geht nur um die unglaubliche bedingungslose Liebe Gottes – die weibliche Ader Gottes – seine andere männliche Seite, die durchaus bedingshafte Liebe wird totgeschwiegen. Sagt man, dass Gott durchaus fordert, verurteilt, zornig, wild und unberechenbar ist – so geht ein Aufschrei durchs feminisierte christliche Männerlager, was man denn eigentlich von Gott denken würde.

Joh 14,21: „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ … das ist bedingungshafte männliche Liebe pur.

Der Vater will das aus dem Kerl was wird – die Mutter liebt immer, die Vaterliebe will verdient sein und hat Bedingungen.In seinem hervorragenden Buch mit dem provokanten Titel: „Warum Männer nicht zur Gemeinde gehen“ schreibt David Murrow : Wir müssen nicht die Männer in die Gemeinde zurück holen – wir holen die Gemeinde zu den Männern zurück!“ Dazu braucht es Vorreiter – also uns zum Beispiel, die wir diesen Weg nun seit 10 Jahren eingeschlagen haben. Wir müssen nun wohl unseren Acker betreten, eingesät ist bereits .. und es ist doch etwas gewachsen in unseren Männerherzen, was vorzeigenswert ist, oder?

Unsere Kirchen sind in den letzten Jahren wirklich männer- leer geworden, in Hauskreisen hat es überwiegend nur noch Frauen, auf 10 Mädchenjungscharen kommen vielleicht 2 Jungenschaften. Das muss man doch mal anschauen und nicht einfach den Schluß daraus ziehen, die Männer sind halt komisch. Das hat doch geistliche Gründe. Vielleicht fühlt sich dieser männliche Gott mit seinen männlichen Seiten eben auch nicht mehr so hundertprozentig vertreten in unseren Lagern. Der Islam hat einfach darum einen immensen Zuwachs weil er eine Männereligion ist – und er wächst auch wenn das Männerbild dort ganz und gar nicht unserem christlichen Bild eines Mannes entspricht, aber er kümmert sich um Männer und gibt Antworten für sie – und das zieht die jungen Männer an.

Das Problem am Mangel an Väterlichkeit in unseren Systemen ist dies: Männlichkeit kann man sich nicht anlesen, nicht aneignen, nicht theoretisch erdenken, sie muss einem von anderen Männern und Gott höchstpersönlich übertragen werden (Translation = Übertragung)und wenn das zu wenig erfolgt ist, muss „Man“(n) sich beweisen und man lebt ein falsche Pseudomännlichkeit, zunächst als Matcho, dann nach tausendfacher Ermahnung durch die Frauenwelt dann eben als Softie ohne Biss. Normalerweise baut der Vater oder ein geistlicher Ersatzvater dem Sohn die Brücke für die Männlichkeit. Aber diese Realität verschwindet zunehmend – immer mehr Frauen übernehmen die Erziehung von Jungen – wo ist der Quotenmann für Horte, Kindergärten und Grundschulen? Warum wird dies von unserer vorwiegend weiblichen deutschen Politkerebene Merkel, Schröder und van der Layen und co einfach so übergangen?

Mannsein braucht einen sicheren Ort – wöchentlich, täglich, regelmäßig, sonst verflüchtigt sie sich.

Jesus kam, hat 3 Jahre lang 12 Männern einen sicheren Ort angeboten wo sie unabhängig von Frauen und Systemen ihren eigenständigen Glauben erlernen konnten. Er hat sein Leben für diese Gemeinschaft geben (was übrigens in jedem Manne schlummert!) und er ließ uns dann mit diesem Vorbild zurück. Wir haben eine Institution mit Profis daraus gemacht und haben die Männer auf die Ersatzspielerbank geschoben, wo sie nie ´dran kommen mal mitzukicken. Wie selbstverständlich gibt es Frauenkreise in Gemeinden, wenn Männer sich treffen macht das viele Pfarrer und Pastoren reichlich unsicher. Der sichere männliche Umgang mit Männern war kein Lehrfach in ihrem Theologiestudium.

Ich habe nun diesen gangbaren Weg 3 Jahre gelebt in meiner siebener Männergruppe und wir sind langsam gute Freunde geworden. Bei Männern dauert immer alles länger als sie es sagen. Ich lebe es auch wöchentlich seit Anfang des Jahres wieder mit Joachim Till und Karl-Heinz Hoyer und das einst zerstörte Vertrauen wächst wieder langsam an.

Die meisten Männer brauchen Freunde und auch eine Nachbevaterung, um sich männlich zu fühlen – und genau da setzten wir vom CMT einst an und etwa 70 sind mitgegangen. Leider war manchen dies euch zu eng und vage. Ich verstehe das, es braucht Mut sich auf Männlichkeit einzulassen- es stellt den Status Quo zunächst in Frage.

2. Männlichkeit muss bewiesen werden

Gesellschaftlich wird von Männern regelrecht erwartet, dass sie ihre Männlichkeit präsentieren:

Die größte Angst eines Mannes tief in seinem Inneren ist die, kein richtiger Mann zu sein und darum braucht er alles, was ihn vordergründig „zum Manne macht“.. Unmännlich zu sein wäre für die meisten Männer das absolute Horrorszenario. Jeder Mann beweist darum irgendwie anderen Männern seine Männlichkeit. Vielleicht würde er nie das zugeben, dass er es tut - aber selbst indem man angeblich bewusst ein „Nichtmann“ sein will, will man den anderen damit beweisen, dass man es nicht nötig hat, es beweisen zu müssen. Andere leisten unbändig viel in Beruf und Gemeinde, manche versuchen ein guter braver Ehemann und Häuslebauer zu sein, viele von uns haben Motorrad gegen Kinder-Sportwagen eingetauscht, Abenteuer mit Freunden gegen den Familienurlaub, Freiheit in der Kneipe gegen zuhause sitzen und mit allen Fernsehkucken .. aber haben wir vielleicht damit unsere Männlichkeit gleich mitverkauft und sind für unsere Frauen uninteressant geworden?

Wenn ein Mann nicht mehr den Wunsch hat, etwas zu beweisen, was ist dann aus seiner Männlichkeit geworden. Hat man die Männern durch falsche christliche Worte und Werte ihrer Männlichkeit beraubt.

Tief hinter dem Beweisen steckt der unerkannte Wunsch des Mannes eben ganz Mann zu sein:

- JederMann will Anerkennung von Freunden und Kumpels haben, darum gibt er sich dort so anders als wie wenn er alleine ist

- JederMann will eine bedeutungsvolle Rolle in Firma, Verein und einer Gemeinschaft spielen, sonst fühlt er sich so unnütz

- JederMann wünscht sich insgeheim, das da ein Chef oder Vater ist, der stolz ist auf ihn ist

- JederMann fürchtet, dass Mama weiter an ihm herummeckert und ihn dominiert und manipuliert, darum meidet er feminine Orte

- JederMann will von schönen Frau bewundert werden, darum reißt er sich zusammen und macht auf cool, wenn eine vor ihm herläuft

- JederMann will dass seine Kinder ihn respektieren, darum trumpft er voll auf, um so richtig zu glänzen bei ihnen.

…. Und wenn das alles nicht funktioniert, kann er sich doch gleich die Kugel geben! Er meint dann keine Existenzberechtigung als mehr Mann zu haben. Dreimal mehr Männer machen Selbstmord als Frauen. Selbstmord ist die zweithäufigste Todesursache vor Verkehrunfällen. Männer leben durchschnittlich 7 Jahre kürzer als Frauen – schließlich über sie auch die gefährlicheren Berufe als Frauen aus – ohne Quotenfrau!

Eine Geschichte illustriert dies. Eine junge hübsche gutbürgerliche Frau verliebte sich in einen wilden Rocker. Er machte ihr ein Kind. Sie sagte, du musst mich heiraten und er tat es, sie sagte, du musst dir die Haare abschneiden um ein guter Vater zu sein und er tat es, sie sagte, du musst feste Arbeiten, damit wir ein großes Zuhause haben und er tat es. Bereitwillig und mit viel Hingabe und Fleiß änderte er sein Leben. Kaum hatte er alles im Griff, brannte sie mit einem Rocker durch. Frauen zähmen tendenziell Männer, um sie dann wenn sie gezähmt und brav geworden sind, zu verachten.

Vielleicht ist dieses seltsame „Männergehabe“ alles gar nicht so unchristlich, ein Christentum was Männer unmännlich macht, kann doch nicht von einem männlichen Gott erfunden worden sein?

Wer steckt da dahinter? Wer Männer erreichen will muss sich männlich geben … und das beinhaltet durchaus Spaß für Frauen, Jungs und Mädchen gratis nebenbei.

Eine „Männergemeinde“ in Amerika steht neben einer herkömmlichen Gemeinde. Man muss nur den Parkplatz sehen und weiß wo die wilde Männer sind und wo tolle Jungs zu finden sind: Bei der einen stehen vernünftige Mittelklassewägen und Familienvans. Bei der anderen Trikes, Roller, Pickups, Megavans, Harleys. Ratet mal wo´s die jungen hübschen Frauen hinzieht? Ratet mal welche Gemeinde richtig wächst – und zwar inclusive Frauen und Kinder!

Die irrationale Angst, kein guter Mann zu sein treibt insbesondere die untervaterten Geschlechtsgenossen schmerzhaft um. Wie schlimm für jeden, bei dem „was zwischen den Beinen hängt“, wenn andere ihn als Muttersöhnchen, Weichei oder Softie abstempeln – eben durchgefallen in der Männerbewertung mit der Note 6 –ungenügend! Resignation macht sich breit. Da muss man was dagegen tun und als Christ kann man was dagegen tun: Herzlich willkommen in der christlichen Männerbewegung. Die meisten Männer müssen zunächst von Frauen geschickt werden – sie meinen sie würden ihre Familie verraten wenn sie 1 mal wöchentlich in eine Männergruppe gehen. Dabei haben Frauen interessanterweise nichts dagegen – sie sind oft näher am Herz des Mannes dran als der Mann selbst es ist und spüren, er hat seine wahre Männlichkeit bereits längst verloren. Da brennt kein Feuer mehr in seinen Augen. Er macht nichts für sich, er lässt sich treiben ohne Ziele, er macht nichts für die Familie los – er ist resigniert.

Hat der Vater Grund gelegt in ihm, weiß er, dass er Mann ist ohne besonders herausragende Leistungen. Das Vaterloch aber schreit nach Bestätigung seiner Männlichkeit. Hat der Vater gesagt: Aus dir wird ein guter Mann, du hast´s voll drauf“ hat er diese Sorge sein Leben lang los. Andernfalls muss er was tun, so ist es eben mal, Gott lässt uns keine Männlichkeit vom Himmel regnen.

Dennoch: In wirklich keiner Kultur reicht es aus biologisch männlich zu sein, Maskulinität muss von Männern „mindestens wöchentlich“ unter Beweis gestellt werden.

- Heute hab´s ich laufen lassen -3 Meter Holz!

- Heute hab´ ich alles getoppt – sage und schreibe nur 30 Minuten in´s Geschäft geradelt

- Neulich hatte ich 230 Sachen auf der Autobahn!

…. Was bin ich für ein echter Kerl – ein toller Mann, ihr müsst mich loben! Ist so zu denken unchristlich – ich denke nein! Ein Mann zu sein bedeutet letztendlich eben ja keine Frau zu sein – obwohl sich gesellschaftlich alles mehr vermischt als früher und der Mann heutzutage seine weiblichen Anteile anerkennen, annehmen und integrieren muss um Mann zu sein. Trotzdem wird ein Mann immer alles tat- oder leistungsbezogen darstellen müssen. Und das darf auch so sein.

Man kann Männern diese Anlage nach Darstellung nicht ausreden oder sie ihm aberziehen und wenn man es tut bleibt wenig Männlichkeit übrig. Auch Gott aberkennt männliche Leistung nicht. Jesus selbst stellte seine Taten „nicht unter den Scheffel“.

Joh 5,36: „Ich aber habe ein größeres Zeugnis als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, bezeugen von mir, dass mich der Vater gesandt hat.“

Wie leistungssorientiert von Jesus würde da eine Frau gleich einwenden! Wer über langen Zeitraum seine Männlichkeit gutbürgerlich versteckt, wird sich selbst eine ungute Bewertung zuschreib und braucht sich nicht wundern, wenn selbst die eigene Frau verächtlich reagiert. Feminisierte christliche Männer ticken da nicht anders – nur die Leistungsobjekte sind eben anders, das Motiv nach Größe und Bedeutung dahinter ist das ebengleiche:

- Sonntags, da hab´ich gepredigt und alle waren baff, ich hab´ sie voll auf dem falschen Fuß verwischt.

- Samstags- da mach´ ich was mit den Kids - 4 Stunden Nonstopp-Play ist doch voll krass

- Letzte Woche – sage und schreibe, hab´ ich 50 Emails an Kumpels geschickt, 30 haben geantwortet

Mannsein entspringt direkt dem Herzen Gottes – und muss ergänzt werden mit Weiblichkeit.

1Kor 11,11: „Doch in dem Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch der Mann etwas ohne die Frau.“

Obwohl sich heute „Gott sei Dank“ alles mehr vermischt und Männer sich weibliche Tugenden dringend aneignen müssen, bleibt der (nachträgliche) Entschluss Gottes, es so und eben nicht anders zu machen bestehen. Es war die Idee dieses Gottes, unser ganzes Sein in männlich und weiblich aufzuteilen und er hat es bis jetzt nicht zurückgenommen.

Männerdefinitionen heute: Heute schreibt die Gesellschaft Männern eine neue Rolle vor, die meines Erachtens akzeptabel ist. Sicher wird es noch einige Jahrzehnte dauern bis dieses gute Männerbild sich flächendeckend verinnerlicht hat. Es handelt sich um den Flexiblen Mann. Situationsbedingt kann er weich oder hart reagieren. Er hat einfach beides ´drauf – männlich bestimmt sein ohne ein matchohaft zu werden und weich genug ein liebender Vater und ein liebender Mann seiner Partnerin zu sein. Notfalls kann er auf Abgrenzung gehen, dann aber wird er sich wieder zuwenden und die Beziehung suchen. Kein leichter Anspruch, wenn man bislang nicht mal eins zur Perfektion beherrscht hat.

Männer verändern sich vorwiegend in Männerbeziehungen. Von Frauen übernimmt man nichts, das hat er sich zuhause bei Muttern so eingeprägt.

Man muss kein Psychologe sein, um festzustellen, dass das preußische Männerbild immer noch allgegenwärtig ist. Männer kümmern sich um ihr Inneres minimal, erst ein Schicksalsschlag – in der Männerbewegung der große Fall oder auch der kleine Tod genannt – bringt einige wenige zur Besinnung. Gesunde Maskulinität heute muss erst mal wieder definiert werden. Männer haben das unerlöste Machtstreben, Frauen zu erobern, Besitzergreifen, in sie einzudringen und zu vereinnahmen – Rivalen werden hierbei ausgeschaltet. Das sind einige Punkte, wo Männer heute Erlösung gebrauchen um eine ebenbürtige schöne Ehebeziehung hinzubekommen.

Echte männliche Stärke zu haben bedeutet, stark zu sein ohne destruktiv zu sein. Matchogehabe mit frauenfeindlichen Äußerrungen deutet darauf hin, dass man seiner Angst vor Frauen nie in´s Auge gesehen hat und sie darum verbal niedermachen muss. Das Frauenverständnis eines jungen Mannes vollzieht sich zunächst in totaler Negierung des anderen Geschlechtes, dann der Vergötterung der Frauen und dann schließlich nach einigen Erfahrungen in der tiefsten Verachtung von Frauen. Nur wer sein Mannsein liebevoll angenommen hat ist fähig zu einer schönen Beziehung zu seiner Frau. Sam Keen: „Feuer im Bauch“

Jungen folgen Männern, nicht Religionen, sie müssen gläubige Männer in Aktion sehen, um selbst ein Bild zu haben wie Männer glauben und wie das für sie aussehen kann. An Mama – so gut wie sie ist - können sie kein Muster für männlichen Glauben sehen. Männer bekennen ihren Glauben nicht gerne weil sie etwa faul wären, sie fühlen sich einfach unwohl mit der Art des Glaubens. Männer gehen oft lieber ins Freie um Gott zu begegnen (Radfahren, Joggen, Freiluftgottesdienste, Zeltevangelisationen, Wanderungen). Eine zu feminisierte Kirche heißt für sie Rückfall in Mamas Arme und das wird sehr negativ von der Gesellschaft bewertet. Also brauchen wir mehr Männlichkeit in der Gemeinde.

3. Was wird im Translationsseminar behandelt?

Fehlgeleitete Maskuline Energie muss wieder seinen Platz bekommen können. Jeder Mann muss es lernen seine maskuline Energie richtig freizusetzen. Sonst entartet sie

  1. Männer fühlen sich machtlos und fangen an zu kontrollieren und dominieren
  2. Männer fühlen Wut und werden missbrauchend
  3. Männer fühlen Angst und werden süchtig

Larry Crabb: The silence of Adam“

Ohne eine heilige Rolle, die der Mann verstanden hat, wird ein Mann nie glücklich werden – er sucht nach Bedeutung von Gottes Sicht aus. Es geht nicht um die Frage „wie mache ich alles richtig“ sondern vielmehr darum „Wie werde ich wieder lebendig, beziehungslustig und fröhlich. Die meisten Männer werden im Alter zu Miesepeter, Resignation hat sich breit gemacht. Häufig geht es um darum das Vorhandene zu optimieren , in Wirklichkeit aber geht es in der Bibel darum, dass wir verwandelt werden sollen. Frank Krause: „Männerdämmerung“ Bruchsal 2010

Männer sind interessiert an dem was ihnen Kraft gibt. Männer brauchen Kraft etwas anzufangen, Widerstände zu überwinden, die negativen Haltungen der Ehefrau stehen zu lassen und trotzdem zu handeln, gegen das System aufstehen und es ändern. Wenn ein Mann keine Kraft hat, fühlt er sich unmännlich. Früher war es mit hohem Prozentsatz eben körperliche Kraft und Geschicklichkeit. Heute ist der Kampf mehr nach innen verlagert, also auf der emotionalen Schiene. Da Männer hier von Natur aus sich eh schwer tun, hören viele Männer gleich ganz auf zu kämpfen und passen sich nur noch an. Wenn Männer in einer gepflegten Erwartungslosigkeit leben, bewegt sich nichts mehr.

Viele Männer haben sich an Isolation gewöhnt und spielen den einsamen Wolf. Männer sind dann für ihre Frauen unberührbar – nichts kann sie mehr erschüttern, begeistern, in Aktion bringen – sie sind innerlich schon längst gestorben, gehen täglich zur Arbeit und anschießend müssen sie sich ausruhen. Dann schauen sie im Fernseher den Heldentaten der anderen Männer zu, vergleichen sich heimlich und sagen, ich bin eben so ein toller Mann wie Bravehart, Kommissar X,Y oder ein Held und Befreier der Unterdrückten.

Lust mal daran teilzunehmen? www.cmt-home.de

Hans-Peter Rösch, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Mai 2011 um 09:38 Uhr