| Thema 1 Passivität |
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| Geschrieben von: Hans-Peter Rösch |
| Mittwoch, den 05. März 2008 um 07:32 Uhr |
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Kurzfassung CMT-HandbuchThema 1: Adam – wo bist du?Die Berufung zum Mannsein
1. Die Ausgangslange
Nachdem Frauen jahrelang versucht haben, ihren Mann nach ihren Vorstellungen zu formen, sind sie mit dem Ergebnis unzufrieden. Viele Frauen sprechen ihren Männern jegliche Kompetenz ab, wenn es um wichtige Dinge geht wie Erziehung der Kinder, Aufrechterhaltung der Ordnung und allgemein das Leben zu meistern. Sie begründen ihre Einstellung damit, wir Männer seien der Schwierigere in der Beziehung und der Inkompetentere in Sachen Familie.
Verunsichert von der Emanzipationsbewegung der Frau gerät unser Rollenverständnis als Mann ins Wanken. Frauen haben sich sehr wohl mit sich selbst beschäftigt und haben gerade aus ihrer Situation der Unterdrückung heraus eine Kraft zur Selbstveränderung entwickelt. Frauen stehen heute insgesamt psychisch stabiler da als wir Männer. Die Wirtschaft hat dies längst erkannt und will die Frauen haben. Wir Männer müssen erst mal unter unserer Situation leiden, bevor wir etwas ändern.
Jeder Mann verkümmert innerlich, wenn man ihm detaillierte Vorschriften macht und Anpassung verlangt. Später jammert dann die Frau, welchen Waschlappen sie geheiratet hat. Tatsache aber ist – sie hat ihn dazu gemacht.
Das Ende vom bösen Lied ist, dass Mann und Frau in einem typischen Mutter-Sohn-Rollen-Verhältnis landen. Während die Mutter bemüht ist, den Sohn anständiges liebevolles Benehmen anzutrainieren damit er endlich bestimmten Aufgaben nachkommt oder nach den Wünschen der Mutter funktioniert, verweigert er sich und zieht sich immer mehr in sein Schneckenhaus zurück. Frauen sollten sich ihren Mutterinstinkt im Ungang mit Männern abschminken.
Wenn eine Frau dies ihrem Mann missachtet, „entmannt sie langfristig den Mann“ oder er weicht rechtzeitig aus. Eine Frau bat ihren Mann eindringlich ihr doch zu sagen, womit sie ihm zu seinem 50. Geburtstag eine Freunde machen könne. Der Mann verließt an seinem Geburtstag frühmorgens stillschweigend das Haus und hinterlies einen Zettel auf dem stand nur ein Wort: Achtung.
Uns Männern wird schon als Junge ein Bild der Männlichkeit antrainiert, wie wir eigentlich nicht sind: cool, siegreich, beziehungsarm, unverwundbar, schmerzlos, wortkarg. Bis heute spukt dieses Bild wie Männer sind aus dem 19. Jahrhundert durch die Köpfe. „Jungs weinen nicht“, sagt man dem 3 Jährigen, wenn er allein im Kindi bleiben muss und beschämt seine emotionale Äußerung von Trennungs-Schmerz. Jungs, die weinen (was bei Mädchen als süß gilt) werden von den anderen Jungs als Weichlinge verprügelt.
Teenager präsentieren schon in der Pubertät diese „alles in klar Fassade“, und Männer spielen ihr Spiel „mit mir ist alles in bester Ordnung“. Dieser Abhärtungsprozess, eigene Gefühle wegzudrücken durch Vermeidung von öffentlicher Scham prägt unser ganzes Mannsein und schneidet uns einen Grossteil unserer Berufung weg. Ein Leben lang leiden Männer unter ihrer emotionalen Begrenztheit.
Frauen hingegen wurden über die Jahre emotional stärker. Frauen wirken im Gespräch stärker als Männer und sie werden als Wirtschaftsfaktor erst erkannt. In 10 Jahren werden mehr Frauen berufstätig sein als Männer.
Die feministische Revolution hat uns klar gemacht, wie sehr unsere Wirtschaftsordnung tatsächlich die Frauen benachteiligt, was wir Männer vergessen haben zu untersuchen ist, wie sehr diese Wirtschaft unsere männliche Psyche verkrüppelt. Interessant ist ja, dass Frauen die gleichen Defizite aufweisen wie die Männer, wenn sie sich dem System voll hingeben.
Heute treffen Männer häufig auf beziehungskompetentere Frauen und finden ihren Platz nur in der Defensive.
Die Frau kann sich ihren Mann nicht neu erschaffen. Sie muss aufhören, ihn ändern zu wollen. Das einzige was sie tun kann ist, ihn in eine Männegruppe zu schicken in der Hoffnung, dass dort neu ein Stück Männlichkeit auf ihn abfärbt.
Wenn es keine Frauen gäbe könnten alle Zeitschriftenläden, die komplett alle Buchverleger und wohl auch die Filmeproduzenten schließen.
Baumärkte, Sportstadien und Rennstrecken wären noch geöffnet. Man muss kein Psychologe sein, um festzustellen, dass das preußische Männerbild immer noch allgegenwärtig ist. Männer kümmern sich um ihr Inneres minimal – erst ein Schicksaalschlag – in der Männerbewegung der große Fall oder auch der kleine Tod genannt – bringt einige wenige zur Besinnung.
Und daran ändern auch die Aussagen der Frauenbewegung über Männer rein gar nichts.
3. Die Wiege unserer Männlichkeit
Männer müssen aufhören Orientierung an Frauen und deren Zeitschriften zu suchen und sich selbst auf einen weiten Weg weit zurück in die Wiege unserer Männlichkeit anzutreten. Es umgibt dieses Thema eine tief verwurzelte Spannung und ein „ungemütliches Geheimnis“. Uns Männer fällt es schwer, uns darauf einzulassen. Irgendwie spüren wir, das es sich um einen weiten Weg handeln muss, weil wir uns offensichtlich sehr weit davon entfernt haben, was in Gottes Augen einen tollen Mann ausmacht. Letztendlich aber gibt unsere männliche Seele erst dann Ruhe wenn wir uns in Richtung dieses ursprünglichen Bildes zurückverwanden wollen und nach jedem gegangenen Schritt fühlt der Mann sich wie ein Held. Gottes Bild eines freien Mannes leuchtet uns in vielen Fernsehfilmen hell entgegen, nur keiner weiß so genau, wie der dahin gekommen ist. Man kann in diesem Gott etwas Ähnliches sehen. C.S. Lewis wurde gefragt: „Wie ist Gott“. Er antwortete: “Wissen sie, er ist wild, sehr wild.“
Man kann in diesem Gott aber nur dann etwas Männliches sehen, wenn man in seinem Vater oder anderen Männern zuvor etwas göttliches gesehen hat. Sonst fehlt einem das Muster ... und die Gehirnwindungen um uns so was auszumalen.
Schuld fängt nämlich schon viel früher an als wir uns das erdenken. Viele kommen darum nicht in ihre Berufung, weil eben diese Erbsünde deutlich hindert. Zuhause ist dort, wo man herkommt – wir konnten uns das Zuhause nicht auswählen - unser Schöpfer hat uns für etwas erschaffen, das wir leisten können. Männlichkeit wird von Generation zu Generation weitergegeben – sollte sie zumindest. Bevatern ist ein wichtiger Teil unseres männlichen Daseins. Ein emotional gesunder Vater ist stolz auf seinen Sohn, weil er sich in ihm wiedersieht und auch weiterlebt.
So wie Gott sich in uns wiedersieht – wir sind „Söhne – nicht Diener“ – muss ein Vater sich in uns projektieren, damit ein guter Mann dabei herauskommt.
Wenn der Sohn den Vater nichts tun sieht, orientiert es sich am üblichen Rollenverständnis der Männer. Er versucht anderen Männern zu beweisen, dass er Mann ist indem er vermeintlich Männliches tut: Aufbegehren gegen Autorität, Ablehnen von Autorität, Spötteln über Autoritäten (zB.: Politiker) und gleichzeitig doch kriechen vor Autorität (zB.: dem Chef)
Schlechte Scheinväter aus dem Showgewerbe, die Helden, die er in sein Lebenshaus importiert, sagen ihm dann, was Männlichkeit wohl ausmacht: Geld, Rauchen, Alkohol, Sex, schnelle Autos, Maloche und die, die von Muttern erfolgreich brav gemacht wurden – leisten eine glanzvolle Karriere, damit Mama strahlt und Papa endlich Befall spendet. Kinder übernehmen die Werte der Eltern eins zu eins – egal ob sie sich anstrengen oder nicht. Es sagte eine enttäuschte Mutter zu ihrem Manne: Schatz, die ganze Erziehung bringt nichts, die Kinder werden doch so wie wir. Wächst ein Kind bei der hinkenden Großmutter auf, hinkt es, stottert der Vater, stottert der Sohn, auch das Sexualverhalten des Sohnes gleicht dem des Vaters fast 100% identisch, selbst wenn nie darüber gesprochen wurde. Gott schuf nach Adam keine weiteren Prototypen mehr – er verließ sich darauf, dass der Generationenvertrag funktionierte, selbst auf die Gefahr hin, dass sich Installationsfehler einschleichen können. Der Vater stellt die Brücke zum Mannsein dar, weil er für den Sohn das einzige Muster für Männlichkeit ist. Fehlt dieses väterliche Muster, werden pseudo-männliche Rollenverständnisse der Gesellschaft übernommen, wie die Vorstellung dass wahre Männer rauchen, trinken, schnelle Autos haben, tolle Frauenheldengeschichten aufweisen können usw. . Wenn unser Vater die Brücke zur Männlichkeit nicht weit genug gebaut hat, werden wir immer zwangs-läufig weiterbauen müssen, um dorthin zu gelangen, wo unsere göttliche Bestimmung liegt – im Mannsein. Aber unser eigenes Bauwerk ist ebenso fehler-behaftet, wie das unseres Vaters. Wir haben nicht viel mehr Baumaterial, wie er zurechtgelegt hat. Es ist sehr schwer wirklich über das hinauszugehen, was einem der Vater als Begrenzung mitgegeben hat. Mit eigenem Willen kann man zwar den emotionalen Radius modifizieren, nicht aber wirklich erweitern. So sieht ohne Eingreifen Gottes unsere Brücke der Bauart unseres Vaters recht ähnlich. In vielen Fällen erkennt der junge Vater seine göttlichen Auftrag und überhäuft den Sprössling mit männlichen Spielsachen, die ihm sagen: das ist es, mit dem du dein Leben verbringen musst. Nach dem 50ten Matchboxauto dann weis der Kleine endlich, was das Herz seines Vaters erfüllt und er spielt genauso hingebungsvoll damit, wie er es sein Vater im Großen tut sieht. Der selbst meist beziehungsarme Vater aber lehrt seinen Sohn wenn überhaupt darin mit Sachen umzugehen – nicht mit Beziehungen. Dabei brauchen Männer anders wie Frauen eine Ausrichtung auf das Gemeinwohl schlechthin – Männer, die nur an sich denken sind uninitiiert und vermeiden es anderen ein Segen zu sein. Dann so mit 14 wendet sich der durchschnittliche deutsche Vater von seinem Sohn ab. Spätestens jetzt durchlebt der Sohn einen Schmerz, der er versucht zu kompensieren.
9. Die Folgen der Sünde des Mannes für die Frau und seine Umwelt
- Gleichgültigkeit - Feigheit - Neutralität - Schuldverteilung
So wird die Stärke des Mannes ihm zum Fluch! Der passive Mann blockiert das Frau-Sein seiner Frau und missachtet ihre Berufung zur Nähe. Er verhindert, dass sie nicht ihre Berufung leben kann, und muss zusehen wie sie ihre Weiblichkeit einbüßt – ihm zum Schaden.
1. Mose 3,16 „Nach deinem Manne soll dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!“ Dieses Verlangen ist eine natürliche Folge der Sünde und kein Fluch den Gott auf Eva gelegt hat! Die Ursünde der Passivität bewirkt in Männern das lähmende Gift, das tötet und geistliches Leben nicht entstehen lässt.
11. Der Ruf Gottes an den Mann
Die Bibel ist voller Beispiele, wie Männer es geschafft haben, aus Lethargie und Selbstaufgabe zu entrinnen . Viele waren gefangen in Angst, Verantwortungslosigkeit und Passivität. Auch sie wollten zuerst ihren Ruf nicht sehen und lieber in Passivität verharren.
Adam versteckte sich im Garten Mose kroch hinter einen Ginsterstrauch Gideon versteckte sich in einer Kelter Jona meinte Gott finde ihn nicht auf dem Meer Jeremia sagte ich bin zu jung
Der Mann heute versteckt sich an seinem Arbeitsplatz. Er deckt sich mit Arbeit zu und nutzt dies als Entschuldigung. In Wirklichkeit haben Männer schon immer viel gearbeitet – niemand früher und kein anderer Berufstätiger auf dieser Welt hat soviel Freizeit wie wir Deutsche überhaupt. Jesus beschränkte seine Arbeit auf das Ansprechen von Männern, die durch ihre Umwelt (Frauen, Pharisäer, gesellschaftliche Standards) in falschen Selbstbildern gelandet waren. Das Charakteristikum für persönliche Erweckung und Erneuerung nach 2.Chronik 29,5 ist: - ein Mann steht auf - er hat Erkenntnis in der Wahrheit - er tut Buße - er hat einen Plan mit Gott (und Gott mit ihm)
Der Mann muss sich bewusst aus seiner Passivität herausbewegen. Jesus starb am Kreuz auch für diese Ursünde des Mannes. Dieses bewusste Heraustreten in die Nachfolge Jesu, bedeutet auch das Verlassen bestehender emotionaler Abhängigkeiten gegenüber Vater und Mutter (Autoritätspersonen).
Diese Schritte werden im neuen Testament wiederholt: - Lebe in der Heiligung (1. Korinther 9, 24-27) - Bekenne die Schuld (Jakobus 5, 16) - Erkenne die Wahrheit (Johannes 8, 32)
Die Frage: Wo bist Du? — hätte das Leben Adams verändern können.
Veränderung an sich selbst führt zu der langersehnten Änderung des Umfeldes. Seine eigene Schuld erkennen und seinen Platz einnehmen ermöglicht es dem anderen in seine Berufung erst hineinzufinden.
Man denkt sich nicht in eine neue Lebensweise hinein, man lebt sich in eine neue Denkweise hinein.
Darum sei ein Mann der Tat:
- ruf´ mal wieder wo an - geh spazieren mit einem Freund - schalt´ die Mattscheibe ab - bring´ wieder mal Rosen mit - mach´ was los mit den kids - geh dahin, wo du echte Freunde findest
Zuerst wirst du dich unsicher fühlen, aber irgendwann wirst du zum Mann, den andere bewundern. Und du wirst sehen, dein ganzes Mannsein samt deiner Familie blüht wieder auf, wenn du in Gottes Ordnungen hineinwächst. Komm - und lerne dies in einer der bundesweiten CMT-Gruppen.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. Januar 2009 um 20:15 Uhr |











