Seminar Herzenschule für Männer und Frauen vom 16. bis 18.07.2010 auf der Nordalb
Zum Umgang mit dem eigenen Herzen im Sinne der Wüstenväter und John Eldredge. Seminar für Männer, Frauen, Paare und Familien (Kinderbetreuung möglich)
Leitung: Hans-Peter und Eva-Maria Rösch und Freunde
Eine Pilotgruppe aus 7 Ehepaaren hat sich nun über ein knappes Jahr monatlich getroffen und die neuen Dinge zum Hereznsumgang ausprobiert - einige Paare werden berichten.        Â
 Â Informationen im Flyer im Downlodcenter.
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Was ist eine Herzensschule
1 Die seltsame Fabel
Eine Fabel besagt, dass Gott vor der Sintflut alle seine Weisen mit genügend irdischer Lebenserfahrung zusammenrief, um eine Konferenz abzuhalten. Grundlegend wolle er etwas ändern, seine augenscheinliche Präsens in dieser immer schlimmer werdenden Welt stresse ihn zu sehr – kurzum er wolle sich besser verstecken. Und er bat um weisen Rat. Methusalem meinte das Universum sei doch groß genug, um ein Plätzchen zu finden aber das war Gott zu weit weg. Eine Nordmann meinte, die Baumwipfel seinen doch so hoch, aber Gott lehnte dankend ab, eines Tages werden sie fliegen können. Noah meinte, das Wasser sei doch tief genug, aber Gott meinte, da werden sie auch bald hinkommen – er suche was von Dauer sozusagen. Da trat der unscheinbare alte weise Mann Henoch in den Rat und meinte: Verstecke dich doch im Herz der Menschen, da wird keiner so leicht dich finden.
Gott lehnte zunächst ab und lies sich einige Jahre in einem Zelt samt Bundeslade nieder, aber irgendwann besann er sich und nahm den Rat des alten Mannes an.
Joh 14,23: „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“
Tagtäglich stellt uns die sichtbare und die geistliche Welt vor die Aufgabe, mit dem was in uns ist, umzugehen. Undefinierbarer Zorn richtet sich plötzlich gezielt auf den Ehepartner, der uns irgendeinen Herzenswunsch nicht erfüllt. Oder wir fühlen uns unverstanden und als Schuldiger wird eindeutig der Chef lokalisiert. Manchmal geht uns nicht gut und wir greifen zur Berieselungsmachine oder wir stopfen die negativen Gefühle mit Essen zu. Ständig steigen uns immer neu Gedanken aus diesem seltsamen „Bundes-Kästchen“ da drinnen auf und „stören“ unseren geschäftigen Tagesablauf: Manchmal überwältigt Traurigkeit den Verstand, manchmal lässt Wut uns unsere christlichen Tugenden vergessen und entlädt sich auf den Kindern, manchmal haben wir Angst, noch mal was neues zu wagen, weil das Ding da drinnen so „verzagt“ ist und jammert wie ein kleines Kind. … Dabei hatte ich mir doch vorgenommen 100% für meine Gefühle eigenverantwortlich sein und nicht immer zu projezieren. Wie krank ist das da in mir und wie kann es gesunden?Â
Bei all der inneren Unaufgeräumtheit, da unter dieser Adresse, soll wirklich nun dieser Jesus wohnen, frage ich mich zu Recht. War sein 3. Wunschort – in mir - wirklich entspannter als sein schlimmer werdender erster (eben nach 1.Mose 3,8 direkt auf der Erde: „Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war.“ Was, wenn er einfach die verschwundene Bundeslade als erste Adresse weiterhin angegeben hätte? Vermutlich hätte er dort mehr Ruhe als in mir.
2 Der Umgang mit den verschlüsselten Botschaften aus „under ground siro“
Zum Herzensumgang gibt es viele gute biblische Ratschläge – einige probiere ich auch immer wieder aus:
2.1 Paulus geht mit diesem „Ding da Drin“ recht militärisch um: 2.Kor 10,5: „Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.“ …. diese harte Schule ist gut für Leistungsmenschen wie ich es bin, man kann damit bis zur Lebensmitte recht viel hinbekommen aber sie ist so unbarmherzig und macht so hart und gefühlsarm.
2.2 Luther traut ihm generell nicht über den Weg: Jer 17,9: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?“ …. Allen Regung misstrauen, verdrängen was aufsteigt und Vollgas geben funktioniert zeitweise gut, aber nicht so dauerhaft, irgendwann kodiert das nämlich Herz die Botschaften immer mehr um, an die Stellen, wo es noch Erfolg vermutet. Ich als Mann denke dann in stressigen Zeiten immer häufiger an Sex, manche Frauen hingegen vielleicht immer stärker an Romantik. Klar dass Luther bei seinem stressigen Leben dies ähnlich erfuhr. Wie oft brauche ich ja eigentlich nur Erholung oder Entspannung - aber das hab´ ich ja verlernt wahrzunehmen, also „drückts“ bei mir eben anderswo durch. Ich wünsche mir, diesen Christus da in mir unverschlüsselt zu hören, aber wie oft hab´ich meinem Herzen wie Luther misstraut und so ist es „tatktisch“ geworden.
2.3 Theresa von Avila machte bis zu 9 unterschiedliche Herzenskammern in sich ausfindig und … sie fand was sie suchten – ihren Herrn und Meister. Mit ihrer Gebetsanleitung für ihre Schwestern schaffte sie es, ein solches Empfinden wie bei einer Vermählung hinbekommen. Ich schaffe das nun schon innerlich in meiner Seelenburg umherzuziehen, meine Gefangen loszulassen, die Zimmer zu durchschreiten aber die konkrete ständige Anwendung ist mir Volljobler noch zu wenig offenbart.
2.4 Die Wüstenväter ab 280 nach Chr. empfahlen einen liebevollen Umgang mit dem Herzen da drinnen und die Psychologen heute schließen sich dem weitgehend an und nennen es „inneres Kind“ oder gleich noch liebevoller, den kleinen Jungen in mir, das kleine Mädchen in mir und was mich wunderte bei meiner eigenen Herzensreise, ob Mann oder Frau, ich denke man hat beides in sich und auch das …. darf sein! Hebr 13,9 denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
2.5 Schließlich bin ich bei John und Stacy Eldredge gelandet und auch bei der sich ähnelnden Gestalttherapie und irgendwie passt alles nun gut zusammen – wichtig ist eben, dass man sein Herz schult, denn schließlich ist Herzenserforschung kein Hobby für hochsentimentale Mystiker– es ist wie Paulus es meint - wohl eiserne Christenpflicht!
Neulich bedrohte mich ein ausländischer Mitbürger: „Ich weiß wo dein Haus wohnt“! meinte er mit eindringlichen Gebärden, dass mir fast Angst wurde. Weiß ich noch wo Gottes Haus wohnt? Vielleicht muss ich mal meine Vorstoßrichtung ändern – weniger nach oben den Himmel stürmen und stattdessen nach unten in meine Herzensabgründe vordringen ohne Angst was mir da „in diesem dunklen Wald“ begegnet?
Die Aussichten sind nicht schlecht. Mt 5,8: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Wie aber soll man Gott spüren, wenn man sein Herz nicht sprechen hört. Wie soll man Kontakt zu Jesus hinbekommen, wenn die Hausnummer seiner Wohnung vergessen hat oder vielleicht wirklich zweifelt, ob er grad zuhause ist, oder ob er bei all dem was hochkommen fürchten muss, er wäre längst ausgezogen!
3 Wie viel Herzens-Umgang ist nötig?
Insgeheim verschafft uns – die wohl immer noch kriegsgeschädigten Deutschen - unsere Innerlichkeit noch recht viel Unbehagen. Im Mittelalter hatte jeder, der es sich leisten konnte einen geistlichen Berater, die Klöster waren voll von ratsuchenden Menschen, erst das letzte Jahrhundert hat uns wohl so richtig kopflastig und damit auch hartherzig gemacht. Wenn Jesus nun wirklich im Herz der Gläubigen wohnt, dann muss er doch dann wohl auch auffindbar sein?
Ich habe Angst, dass der Rat des Henochs in der obigen Fabel doch nicht so schlau war – denn wie böse ist meine Innenwelt geworden, wann steht mir bei dieser Informationsgesellschaft längst eine „Innere Sintflut“ bevor? Muss er wieder umziehen? Ja muss er sich bei mir den Platz neben all dem Unrat, der sich dort angesammelt hat, teilen. Hoffentlich hat er es wenigstens in einigen meiner Herzenskammern ein bisschen sauber, er kennt den Dreck ja vom Stall von Betlehem, aber insgeheim wünsche ich es mir schon – dass er gerne in mir wohnt.
Aber da ist auch eine heilige Angst in mir und Zweifel:
1.Joh 3,17: „Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm wohnen?“ Ich hab wenig gespendet in letzter Zeit, also Fernseher aus, schnell Tahiti vergessen, schnell die Wasserbauchkinder Afrikas wegzappen, könnte sonst Jesus aus meinem bitt´ren Herzen einfach so ausziehen?
Aber die Zeiten andern sich und er auch Fokus der Menschen: Immer mehr junge Menschen haben weniger Angst ihr Innerstes nach außen zu kehren. Der Mensch erforscht den Kosmos, er taucht zum Meeresgrund und das Herz wird Gegenstand der Öffentlichkeit. Und eine Frau hat sie eingeleitet: Heidis Klums Germanys next Topmodell verkauft sich in deutschem Lande wunderbar. Überhübsche overdresste Mädchen berichten voll gestilt über ihre Seelenzustände, wie etwas auf sie gewirkt hat, was sie beschäftigt, was sie kümmert – plötzlich ist es den Schönen und Reichen erlaubt in aller Öffentlichkeit ihr Herz nach außen zu kehren und alle klatschen Beifall. Ob auch weniger Schöne das dürfen ist fraglich und Männer – naja, vielleicht in einer Männerrunde nach ein paar Glas Bier, wenn´s eben sein muss.
Wie kann man heute sein Herz zeitgemäß ergründen – als Nichtmönch oder Nichtnonne sozusagen? Ich verstehe mich schon in meiner Männerarbeit als sogenannter „Teilzeitmönch“ und ich weiß, das ist keine amüsante Seelenreise, das ist kein oberflächlichen Herzenstourismus nach Heidi Klum, sondern mit echter Tiefe, Leidenschaft und erwachsender Dienstkompetenz kann man anderen Menschen ein gute Hilfe sein.
Psalm 139,23: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Psalm 51,12: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“
Trost kann man finden, das Jesus in uns sogar gerade die wunden Stellen anziehend findet. Psalm 34,19 Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben“ … oder anders übersetzt, der Herr ist nahe an der Stelle an der dein Herz verzagt ist.
Jesus wohnte doch nicht einfach untätig in einer Wohnung ohne jegliche Renovierungsarbeiten zu leisten! Ich merke sehr wohl, dass da in mir auch so vieles an Mut, Hingabe, Beziehungsbereitschaft und Leistungswille wohnt – ich aber oft den Schlüssel zu dieser Herzenskammer verloren habe.
Joh 14,10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke.“
4 Herzensqualitäten
Welch immense Qualitäten das menschliche Herz hat, wird uns schon in der Thora offenbart. Vermutlich wurde alles aus eigener Beobachtung gelernt und dann in einen größeren Zusammenhang gebracht – so was wie Psychologen gab es damals wohl noch nicht, Herzenserforscher aber wohl doch.
Das Herz hat Lust zu etwas (5.Mose 14,26), verbunden damit ist der Lebenwille und die Lebenslust schlechthin, das Herz kann sich es sich verdrießen lassen (5.Mose 15,10), das heißt es kann diese Lebenslustigkeit verlieren, das Herz kann sich erheben über andere Brüder (5.Mose 17,20) also Stolz, arrogant und unbelehrbar werden. Und wie es in der Jahreslosung heißt, es kann sich derart erschreckt werden (5.Mose 20,3), dass man monatelang wie innerlich gelähmt sein kann. Wer sein Herz nicht mit positivem wappnet, bzw den Umgang mit ihm hinbekommt, dessen Herz kann betören lassen (5.Mose 11,16), und von dem lebendigen Gott schneller abfallen, als man es so gleich selbst wahrnimmt.
Problem beim Herzensumgang heutzutage generell – wir moderne Menschen spüren es kaum mehr. David konnte noch sehr deutlich wahrnehmen, was innerlich mit ihm los war.
Empfindungen des Herzens bei David
Man könnte den „armen David“ fälschlicherweise bedauern, wie schlecht es ihm doch geht. Tatsächlich geht es unserem Herzen wohl manchmal nicht viel anders als ihm – wir spüren es blos lang nicht so intensiv.
Ps 22,15 mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs Ps 55,5 Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe, und Todesfurcht ist auf mich gefallen. Ps 143,4 Und mein Geist ist in Ängsten, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe. Ps 39,4 Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe; wenn ich daran denke, brennt es wie Feuer. Hiob 19,27 Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust. Oft geht es uns eben einfach pauschal „nicht gut“ und wir drücken es weg bis es wiederkommt. Tatsächlich aber sind die negativen Gefühle nicht weg – sie schleichen sich um uns wie Dämonen und wir übertragen sie sehr wohl auf den Ehepartner, den Chef, die Gemeinde oder wir Stopfen sie zu mit zuviel Essen, Fernsehen oder Sex.
Wir wollen sie nicht bei uns lassen, wir wollen sie nicht wie David nach hause nehmen, wir wollen nicht verantwortlich sein dafür – die andern sind schuld. Dabei wissen die großen Männer und Frauen Gottes sehr wohl über ihre Sinn zu schreiben. Pred 7,3 „Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.“ Wenn also die Traurigkeit kommt – sollen wir sie heranlassen oder sie verscheuchen. Mal so mal so – sie niederringen kann man nur, wenn man sie eingelassen hat, aber nicht immer hat man die Zeit und da kann es auch mal gut sein, sie wie einem Dämon der Traurigkeit sie fortzuscheuchen.
Soweit wie David bin ich da längst noch nicht, der sich dieser Herzensprüfung immer wieder freiwillig unterzog. Mit Autos geht man ja auch vorsorglich zum TÜV – besser als liegenzubleiben oder auf eine Wand zu fahren infolge fehlerhaften Bremsen. Ps 17,3 Du prüfst mein Herz und suchst es heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. Da hab ich doch noch stolze Angst, er – der göttliche TÜV – Gott - könne etwas finden, was dann wieder mich teuer zu stehen kommt. Lassen wir Gott da wirklich ran? 1.Chr 29,17 Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. 1. Was das menschliche Herz selbst kann
1.1 Es kann einem „in die Hosentasche“ rutschen
5.Mose 1,28 Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht? Jos 7,5 Da verzagte das Herz des Volks und ward zu Wasser. 5.Mose 20,8 Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der mache sich auf und kehre heim, auf dass er nicht auch das Herz seiner Brüder feige mache, wie sein Herz ist. 1.Joh 3,20 dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
1.2Â Es kann sich ermannen bzw. befrauen, befreunden!
1.Kön 3,26 Denn ihr mütterliches Herz entbrannte 2.Sam 7,27 Darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, 1.Sam 18,1 da verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz. 2.Mose 35,29 So brachten die Israeliten, die ihr Herz dazu trieb, freiwillige Gaben zu geben zu allem Werk.
1.3 Es kann sich verschließen
Ps 17,10 Ihr Herz haben sie verschlossen, mit ihrem Munde reden sie stolz. 1.Sam 25,37 Da erstarb Nabals Herz in seinem Leibe und er ward wie ein Stein. Hebr 3,12 Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe.
Was Gott mit dem menschlichen Herzen tun kann
2.1 Zum Guten
1.Sam 10,9 Gott gab ihm Gott ein anderes Herz, (Salomo) 1.Kön 3,12 Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, 2.Mose 35,34 Und er hat ihm auch die Gabe andere zu unterweisen ins Herz gegeben, 1.Sam 14,7 Tu alles, was in deinem Herzen ist; geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will. (Gideon) Mal 3,24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
2.2 Zum Schlechten
5.Mose 28,65 Denn der HERR wird dir dort ein bebendes Herz geben und erlöschende Augen und eine verzagende Seele, 5.Mose 30,6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, 3.Mose 26,36 Und denen, die von euch übrig bleiben, will ich ein feiges Herz machen.
Was andere mit unserem Herz machen können 1.Kön 11,3 und seine Frauen verleiteten Salomos Herz Ri 16,17 und Simson tat Delilah sein ganzes Herz auf 5.Mose 1,28 Wo sollen wir hinziehen? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht? Apg 5,3 Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? 2.Sam 15,6 So stahl Absalom das Herz der Männer Israels. 2.Sam 19,15 Und er wandte das Herz aller Männer Judas wie eines Mannes Herz.
4. Welche Aufforderungen stellt die Bibel an unser Herz
1.Chr 22,19 So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen. 1.Kön 8,61 Und euer Herz sei ungeteilt bei dem HERRN, unserm Gott, Jos 24,23 neigt euer Herz zu dem HERRN, dem Gott Israels. Spr 23,26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz und lass deinen Augen meine Wege wohlgefallen. Ps 37,4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht. Ps 69,33 Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben. Lk 6,45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
5 Unterschiedlichkeit bei Mann und Frau
Das kann sich an etwas hängen (Psalm 62,11), es kann verdorren wie Gras, wenn es etwas nicht bekommt (Psalm 102,5), es kann erstarren, wenn es in seiner Wurzel getroffen wird (Psalm 143,4), es kann bei bestimmten Dingen aufleben (Psalm 69,33). Inssofern ist genau nachzuschauen, was unser Herz nun genau berührt. Beim Herzenszugang spielt Männlichkeit und Weiblichkeit ein große Rolle. Männern geht bei anderem das Herz auf als Frauen. Männer lieben Bedeutung – sonst wären sie nicht so irgendwelchen Ämtern und Titeln hinterher, Männer lieben Abenteuer – sonst wäre die Freizeitindustrie am Boden, Männer brauchen Anerkennung – sonst würden sie nicht rund um die Uhr leisten .. . Christsein wie Jesus es lebte ist Männern fast wie auf den Leib geschnitten. Und die Frauen: Gottes Art zeigt sich durch sie genauso – ihnen ist Beziehung wichtig – sonst würden sie sie genauso wenig pflegen wie die Männer, sie lieben Schönheit, das Gottes Schönheit an ihnen offenbar wird, sie brauchen Wärme, sonst gehen sie ein wie eine Blume.
Dies sind nur die Tore – was wird ihnen da unten neues begegnen? Nur Mut, Einzutreten.
6 Herzenskrankheiten – frei nach gestaltpädagogischen Gesichtpunkten gesehen.
Herzenskrankheit 1: Die Deflektion („Wegfließen“, „Ablenkung“ , „Umorientierung“ )
Deflektion heißt, ich lenke mich von den echten Bedürfnissen meines Herzens ab, da meine Bedürfnisse einen Konflikt auslösen mit meinen Vorstellungen von Alltag. Ich bin müde, ich muss aber arbeiten, also wird die Müdigkeit weggeschoben, ich bin traurig, ich will das nicht, also schaue ich mir was spannendes im Fernsehen an, ich sollte nachdenken, weil mich etwas verletzt hat, ich fühle Unbehagen, ich schaue nicht nach, was es ist, sondern mache etwas wo mir Spaß macht.
Herzenskrankheit 2: Die Konfluenz („Zusammenfluss“, „Verstrickung“ , „Verschmelzung“ )
Das konfluente Herz hat fehlenden Kontaktgrenzen gegenüber der Umwelt. Es kippt schnell um, es schwimmt mit dem Strom, ohne zu überlegen, was es selbst will oder was Gott eigentlich will. Es grenzt sich nicht von anderen ab, es löst sich in Gruppen auf und verliert seine Eigenständigkeit. Er ist wechselhaft, es vergisst seinen Ruf – es ist begegnungsunfähig. Wer sich immer nach den Erwartungen anderer richtet, jeden Konflikt vermeidet, Harmonie und Nähe um jeden Preis herstellen will, ist krank, er ist »konfluent«. Sicher ist ein gewisses Maß an Konfluenz auch sinnvoll. Wir wollen als Familie einen Konsens haben über gewisse Dinge, wie wir etwas handhaben und wir erwarten dann von den Familienmitgliedern „Konfluenz“. Jesus wusste sehr wohl was er wollte und er forderte seine Jünger auf, sich vor der Welt zu hüten, ermutige sie, anders zu sein wie andere, eben selbstwertig, konfliktbereit, bei sich – nicht bei allen.. Darum freue ich mich, wenn ich es schaffe, mich abzugrenzen, dagegen zu sein – nicht generell natürlich, aber gerade wir Männer erleben unser ich gerade in dem Widerspruch zur landläufigen Erwartung vieler, eben einer braver Junge zu sein und Mama und Mutter Kirche willig zuzustimmen.
Herzenskrankheit 3: Die Projektion (Übertragung, Verschiebemechanismus)
Bei der Projektion werden Eigenschaften oder Gefühle, die man bei sich selbst nicht wahrhaben will auf andere projektiert. Er hat seine Schuld außen verlagert – er sieht Teile seines Ichs im Du. Das was er nicht selbst bei sich sehen will. Beschuldigt er die anderen. Dabei ist der Splitter und der Balken aus dem gleichen Holz beschaffen. Sätze wie: schau dir die anderen an, das sind alles Psychofälle oder Verallgemeinerungen, wie, „die Deutschen sind geizig“ oder „diese Gemeinde hat keine Liebe. Die Wüstenväter warnen immer vor dem Bewerten. Wer bewerten muss, tut dies aus seinem Wertesystem heraus und dabei wird er verdrängen, was er selbst eben noch nicht realisiert hat.
Aber auch ein gewisses Maß an Projektion ist „gestattet“ – weil ich es bei mir noch nicht anschauen kann, so sehe ich meine Persönlichkeitsanteile zumindestmal im Anderen mit einem gewissen Abstand heraus und dkann mich damit anfreunden, dass ich auch ein solcher bin – und es nicht schlimm ist.
Ich muss also allen meinen Bewertungen nachgehen – warum denke ich so, warum verurteile ich jetzt, was veranlasst mich das so zu sehen. Glücklich isst der, bei dem alles sein darf – der hat ein projektionsfreies, gesundes Herz … und einen stressfreien Lebensstil.
Herzenskrankheit 4: Die Retroflektion
Retroflektive Menschen können ihre Gefühle nicht nach außen geben, sie haben die Angst die Adresse, wo sie hingehören, könne widersprechen und es ihnen abschlagen. Die Gefühle prallen an der harten Schale ab und kehren negativ zurück. Sie äußeren keine Gefühle und machen damit ihrem Herzen keine Luft – sie lassen es ersticken. Sie haben schrecklich Angst vor Ablehnung. Vielleicht möchten sie sagen, ich liebe Dich, sagen es nicht und fühlen sich dann selbst ungeliebt. Sie möchten sagen, das ärgert mich, sagen es nicht und sie lehnen sich selbst und ihre Herzensregungen ab als unfähig.
Herzenskrankheit 5: Die Introjektion
Der introjektive Mensch stülpt seinem Herzen Normen, Ideale, Glaubensgrundsätze über, die das Herz gar nicht will. Das Herz schreit vielleicht nach Entspannung und dar Kopf sagt, du musst hart arbeiten, Das Herz will alleine sein und der Glaubensgrundsatz lautet lebe viel Beziehung, der Kopf sagt, du musst vergeben und as herz weigert sich. Die Wüstenväter hingegen sagen, man muss das Herz in Liebe dazu gewinnen, zu vergeben, Beziehung zu leben, gerne zu arbeiten. Wer langfristig gegen sein herz arbeitet, rutscht in den Burnout.
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